Wie der Nestbau bei zukünftigen Adoptiveltern abläuft

oder auch: Vorbereitung ist alles!

Wenn HerrBitte und ich in den Urlaub fahren, habe ich schon Wochen Tage vorher meine Packliste fertig gestellt. Für alle Erledigungen, die so im Alltag anfallen, habe ich eine ToDo Liste. Wenn wichtige Termine anstehen, lege ich mir den Abend zuvor schon alles zurecht, von Unterlagen bis zur Kleidung. Man könnte sagen, ich bin gerne vorbereitet.

Doch diese Vorliebe gekoppelt mit einem unerfüllten Kinderwunsch?!?! Die Hölle!!!

Wie gerne würde ich unser Nest schon vorbereiten und es gemütlich machen für BabyBitte, das irgendwann dort einzieht. Ich möchte streichen, die Büromöbel rausschmeißen, einen tollen Teppich kaufen, Babymöbel kaufen, Bilder an die Wand hängen, kleine Strampler kaufen, Hosen nähen…Kurzum: Ich möchte das Nest so gemütlich wie möglich machen. Und ich möchte die Umsetzung so gerne planen, mich vorbereiten. Stück für Stück abarbeiten, jedes Mal etwas von der ToDoListe streichen, immer mal wieder ein neues kleines Mitbringsel aus der Stadt mitbringen, in Ruhe mit HerrnBitte Möbel aufbauen, entspannt die Babysachen waschen und bügeln und falten und den Kleiderschrank langsam einräumen…aber: Es geht nicht!!

Wir wissen nicht, wann ein Baby zu uns kommt und eigentlich wissen wir auch nicht, ob es überhaupt klappen wird. Daher macht es auch überhaupt keinen Sinn, das Zimmer jetzt umzustrukturieren. Aber der Gedanke daran, dass es dann im Akutfall alles ganz schnell gehen muss, der betrübt mich irgendwie. Ich möchte gerne die erste Zeit voll und ganz BabyBitte widmen und nicht mit dem Wurm durch volle Möbelhäuser tingeln und in Stress geraten, weil XY fehlt. Ich hätte gerne die 9 Monate Vorbereitungszeit. Zeit, das Nest zu bauen, Zeit, mich zu besinnen, Zeit, für freudige Erwartung und all die Dinge, die eben so anstehen, wenn ein Baby ankommt.

Stattdessen habe ich jetzt schon diverse ToDoListen für den Ernstfall. Ich habe eine Wunschliste bei Baby*arkt angelegt und habe verschiedene Listen mit Dingen, die wir kaufen müssen. Eine für den akuten Fall, wenn es wirklich schnell gehen muss. Da stehen Dinge drauf, die sofort benötigt werden…also Windeln, PreMilch, Fläschchen, Strampler etc. und eine mit Dingen, die noch warten können. Da stehen Dinge drauf, die wir nicht ganz so schnell benötigen, wie Kinderwagen, Babydecken, Kleidung, Babybadewanne etc.. Ich habe uns außerdem schon diverse Formulare ausgedruckt, die wir benötigen werden. HerrBitte und ich haben uns auch schon mal den ein oder anderen Kinderwagen angeschaut und nach Babyzimmermöbeln Ausschau gehalten. Ich habe mir eine klare Vorstellung gemacht, wie die Wände im Zimmer aussehen sollen und wo welches Möbelstück stehen soll.

Wir stehen also gut (so gut es geht) vorbereitet in den Startlöchern…BabyBitte, Du kannst kooooommen!!!

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4 Gedanken zu “Wie der Nestbau bei zukünftigen Adoptiveltern abläuft

  1. retoertchen schreibt:

    Das stelle ich mir auch sehr, sehr schwierig vor. Ich bin ein Mensch der gerne plant und organisiert und das auch immer weit im Voraus tut. Pack- und To-Do-Listen sind meine besten Freunde! 🙂 Warum dürft/sollt ihr so unvorbereitet sein? Das Kind hat doch dann auch nichts davon wenn ihr gestresst von A nach B rennt.

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  2. S schreibt:

    Hallöchen, wir hatten rein gar nichts außer 5 Tage Vorbereitungszeit bis zur Geburt… Kein Problem… Alles war da… In 5 Tagen ließ sich viel machen… Alles super… Schlimm war die 2. und gescheiterte Adoption mit 4 Wochen Vorbereitungszeit. Alles gekaufte wieder zurückschicken… Die Windeln, Schnuller und Sauger etc an die glücklichen Mütter zu verschenken die ihre Babys selbst zur Welt brachten und behalten dürften…

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  3. Vorbereitet sein ist die halbe (oder vielleicht mehr?) Miete. Und das bist Du ja, liebe FrauBitte. Perfekt! Na gut, die ein oder andere Kleinigkeit darf vielleicht dann doch schon vorher gekauft werden. Ich habe das auch gemacht.
    Dennoch: Es ist sehr schmerzhaft in einem halb eingerichteten Zimmer zustehen und zu wissen, das Kind, für das ich es eingerichtet habe, wird nicht kommen. Das war ja bei uns auch so. Danach haben wir nichts mehr gemacht und gewartet bis die Adoption von unseren beiden Kindern in Russland durch war. Und es stimmt genauso: In drei Tagen ein Kinderzimmer einzurichten und (wie in unserem Fall ) zwei komplette Erstausstattungen zukaufen ist machbar. Es hat darüber hinaus unheimlich viel Spass gemacht. Ich werde diese drei Tage nie vergessen!
    (Da hätte ich noch eine Ergänzung für Deine Listen ;-): Ich habe vorher mit Freundinnen mit Kindern telefoniert und die haben mir verraten, in welchen Geschäften ich was am besten bekomme….)
    Liebe Grüße Charlotte

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  4. Jasmin schreibt:

    Oh liebe Frau Bitte, ich kann dich ja so gut verstehen😕
    Wie du weißt, warten wir ja schon 2 Jahre auf unser Wunder
    Oft stehe ich in unserem Büro und hoffe das der Anruf bald kommt und ich endlich shoppen darf…
    Ich habe vor 2 Jahren ein Konto angelegt und spare seid 2 Jahren den „den Tag“
    Wenn es dann soweit ist, kann ich nach Herzenslust alles shoppen was das Babyherz begehrt..
    Darauf freue ich mich schon sehr❤️

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