„Does and Don’ts“ für die Wartezeit

Wie verbringen Paare die Zeit des Wartens, des Wartens auf das so lang ersehnte Baby? Da wir gerade mitten drin stecken in dieser Warteschleife, gibt es von mir ein paar Tipps, wie ihr die Wartezeit auf Euer Adoptivkind am Besten nicht verbringt:

  • Urlaube sind kontraproduktiv, denkt nicht einmal darüber nach! Geplante Urlaube sollten nach Möglichkeit gecancelt werden. Stellt Euch nur vor, es kommt DER Anruf und ihr weilt entspannt auf Ko Samui! Sagt ihn ab diesen Erholungskram…ekelhaft!
  • Das Telefon wird nicht aus den Augen gelassen! Nehmt es mit ans Bett, in den Garten, in die Badewanne, die Dusche und ins Flugzeug (ein weiterer Grund, der gegen Urlaube spricht). Lange Gespräche sind tabu. Ihr müsst erreichbar sein…immer! Chance verpasst, Chance vertan!
  • Schottet Euch ab! Freunde und Familie sind völlig überbewertet. Konzentriert Euch ausschließlich auf Euch und Euer Vorhaben.
  • Das Kinderzimmer!! Ihr habt doch schon ein Kinderzimmer? Streicht die Wände, kauft Möbel, stellt sie auf. Füllt den Kleiderschrank mit niedlichen kleinen Babysachen. Auch Fläschchen, Brei und Milchpulver sollten gekauft sein. Stellt Euch einfach die ganze Bude voll mit dem Kinderzeug. Die tägliche Konfrontation macht positive Gefühle.
  • Paarzeit ade! Mit so nem kleinen Baby in der Wohnung werdet ihr sowieso nicht mehr dazu kommen ins Kino zu gehen, Essen zu gehen, wild durch die Wohnung zu vög*ln. Also lasst es am besten gleich ganz bleiben, dann könnt ihr Euch schon mal daran gewöhnen!
  • Um bei der Gewöhnung zu bleiben… ihr solltet anfangen Euch jeden morgen (nein, nicht nur unter der Woche!!) pünktlich um halb sechs den Wecker zu stellen. Ihr wisst schon, die Sache mit dem Ausschlafen und so…
  • Nun zur Mobilität. Ein größeres Auto muss her, kauft auch einen Kinderwagen. Schaut, zu welchem Automodell der Kinderwagen passt. Geht die alltäglichen Wege mit dem Kinderwagen ab, um mögliche Hindernisse und Hürden frühzeitig zu erkennen und ggf. zu vermeiden. Gerne können auch schon mal Alternativrouten zum Supermarkt ausgearbeitet werden. Vorbereitung ist alles!
  • Haltet Kontakt zu Eurer Sachbearbeiterin der Adoptionsvermittlungsstelle. Alle zwei bis drei Tage ein kurzer Anruf und ihr haltet Euch im Gedächtnis. Fragt dort auch gerne immer mal wieder nach, ob es nicht doch schon etwas Neues gibt.

Stattdessen: Tut Euch Gutes, geht aus, fahrt in den Urlaub und genießt Eure Zweisamkeit…auch wenn das mit unerfülltem Kinderwunsch nicht immer einfach ist! Verbringt Quality-time und pflegt Eure Beziehung mit was immer Euch gut tut. Mir persönlich hilft es auch sehr Austausch mit anderen Adoptivbewerbern zu haben, mir Tipps und Ideen zu holen. Sicherlich ist das auch nicht bei allen so, aber nehmt Euch die Zeit herauszufinden, was für Euch in dieser Zeit gut ist! Aktuell üben wir uns auch genau darin, das klappt mal besser und mal schlechter, aber wir sind auf einem guten Weg! Das nächste BitteWarten# ist also in Arbeit…

 

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