Willkommen im Club

Kennt ihr den? Diesen ominösen Muttertierclub? Da kommste nicht so ohne weiteres rein….

Voll berufstätige Frauen, beruflich erfolgreiche Frauen, verfallen nach der Geburt ihres Kindes voll und ganz dem Muttertierclub. Im Muttertierclub gibt es nur ein Thema. Und wenn ich sage, nur EIN Thema, dann meine ich das auch so. Alles dreht sich um’s Kind. Das Thema Kind allerdings lässt sich in Unmengen kleiner Unterthemen aufgliedern, so dass es niemals, aber auch wirklich niemals, Raum für ein anderes Thema geben wird. Andere Themen sind im Muttertierclub sowieso ausdrücklich nicht erwünscht. Die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Kind“ ist allerdings sehr gern gesehen. Dies führt von den allbekannten Themen „Schlafen“ und „Essen“ über Geschichten vom „Schreien“ und „Tragen“ bis hin zur Auseinandersetzung mit der kindlichen Verdauung, der Entwicklung des Kindes generell, auch gerne der aller anderen Kinder, Nachbarskinder, Kinder der Verwandten, Neffen und Nichten und endet nie in Diskussionen über verschiedene Erziehungsstile und das ist seeehr ergiebig…Ihr merkt schon, im Muttertierclub gehen einem die Gesprächsthemen niemals aus…das ist ein Fass ohne Boden.

Habe ich früher Menschen neu kennengelernt, so waren die ersten Fragen meist: „Was machst Du beruflich?“, „Wo bist Du zur Schule gegangen?“, „Du machst Yoga? Wo denn?“, es waren Gespräche zu vielen verschiedenen Themen möglich. Seitdem BabyBitte da ist, lauten die ersten Fragen: „Wie alt ist sie?“, „Wie klappt es mit dem Schlafen?“, „Bekommt sie schon Brei?“, „Zu welchem Kinderarzt geht ihr?“, „Wann ist sie denn geboren?“, „Kann sie sich schon drehen?“ und und und ..ich sage ja, seeehr ergiebig…(hierzu sei kurz angemerkt, dass ich mich natürlich grundsätzlich über Interesse an meinem Kind sehr freue!).

Durch die Ankunft von BabyBitte habe ich nun auch hochoffiziell eine Eintrittskarte für den Club erhalten. Mein Problem ist nur, dass ich noch nicht weiß, ob ich sie auch einlösen möchte. Klar freue ich mich über Gespräche mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und klar treten beim Elternsein auch viele Fragen und Unsicherheiten auf, über die ich mich austauschen möchte. Ich kann mir Rat holen und Anregungen und das ist grundsätzlich eine prima Sache. Nur möchte ich mich gerne bei einem Treffen auch über andere Dinge austauschen (können), Dinge, die mich und meinen Gesprächspartner neben dem Muttersein ausmachen. Wir sind nicht nur Mütter, sondern doch auch vieles mehr. Wir haben (hoffentlich) Hobbys, Berufe, Freunde, Pläne, eine Vergangenheit und viele andere Themen mehr über die man sich unterhalten kann. Manchmal fehlt mir das.

Also entweder ich lasse die Eintrittskarte verfallen oder ich mische den starrköpfigen Club demnächst mal ordentlich auf!!

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12 Gedanken zu “Willkommen im Club

  1. Alexandra schreibt:

    Hallo!

    Also grundsätzlich hast du natürlich recht, zunächst dreht sich alles um die Kinder und deren verschiedesten Facetten, aber ich kann dich beruhigen, dass lässt nach.
    Ich bin in den Mutterclub über die Pekipgruppe eingetreten und habe mich die erste Zeit auch nur über die Kinder unterhalten und wie du schon erwähntest, ich habe dadurch viel kennengelernt, vieles auch, was mein Kind nicht hatte (zum Glück) und was ich eigentlich auch gar nicht wissen wollte… :-)))))))
    ABER: es gab auch immer gute Tipps und durch die Teilung der Erfahrungen hat sich mein Wissensstand enorm erweitert.
    Und wir haben uns auch oftmals untereinander praktische Hilfe geleistet, wenn z.B. am Wochenende eins der Kinder krank wurde und wir über whatsapp unsere Apothekeninhalte verglichen und ausgetauscht haben….
    Und ich habe von den neun Pekip-Müttern drei Mütter „behalten“, die jetzt zu „richtigen“ Freundinnen wurden, aber das braucht natürlich Zeit und irgendwann unterhält man sich nicht mehr über die Kinder oder nur ganz gering.
    Mein Sohn ist jetzt schon 3,5 Jahre alt und mit Kindern von Zweien der Freundinnen geht er zusammen in den Kindergarten und spielt auch oft nachmittags zusammen. Das ist natürlich prima, denn beim Abholen bleibt immer die Zeit für Kaffee und quatschen.
    Vor allem, wenn nach einem Jahr die meisten wieder arbeiten gehen, drehen sich die Gespräche meist mehr um den Job als um die Kinder.
    Das sind alles so Phasen, die wechseln sich dann ab.
    Ich will damit nur sagen: löse deine Karte ein und schaue, welche der Mütter auf deiner Wellenlänge liegt und dann ergibt sich das ganz von alleine: erst nur Kindergespräche und mit der Weile werden die Beziehungen persönlicher und spätestens bei Eintritt in den Job, drehen sich die Gespräche nicht mehr nur noch um die Kinder.
    Ich hab das am Anfang auch gedacht, aber das „Beschnuppern“ dauert etwas und dann sind die Mütter, die auf deiner Wellenlänge liegen auch an anderen Facetten von dir interessiert.
    Also nur Mut, wenn eine Freundin übrig bleibt, hast du doch viel gewonnen…

    LG

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  2. Sobald ich da rein darf misch ich sowas von mit 😉… von außen ist es teilweise erschreckend wie eindimensional die Gespräche sind. Ich weiß zum Teil genauso viel über völlig fremde Nachbarskinder wie deren Tanten! Und ich wollte dieses Wissen nieeee haben 🙈

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  3. Kruemelmama2014 schreibt:

    Ich sehe es denfinitiv wie Alexandra! Immer dran denken einen Teil dieser Frauen hättest du so nie kennengelernt /hättest es vielleicht auch nicht gewollt und du hast nur diese eine Gemeinsamkeit „Baby“. Nach einer weile kannst du sortieren wer es zur Freundin schafft und wer nur im Mutterclun bleibt. Und wenn du wieder arbeiten gehst wird das ganz von alleine wieder besser. Nimm dir an wissen/Infos/ Apothekenfundus mit was geht (manchmal auch den wichtigen Trost, dass es bei anderen genauso läuft !) und ich drück die Daumen, dass in den babygruppen nicht nur Muttertiere sondern auch Freunde sind. Aber es kann dauern

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