Maternal Gatekeeping

Wenn man mit so einem kleinen Wurmi wie BabyBitte den ganzen Tag 24/7 verbringt, dann lernt man so ein Baby recht gut kennen. Ich sehe, wann sie müde ist und Ruhe braucht. Ich merke, wenn sie Anregung braucht oder wenn sie Bauchschmerzen hat. HerrBitte sieht BabyBitte am Wochenende und abends. Er bekommt (leider) nicht so viel von ihr mit wie ich. Ziemlich leicht kommt man als Mutter in die Verlegenheit sich als die einzig wahre Bezugsperson für das Kind aufzuführen. Zu bestimmen und zu delegieren und den Partner zu bevormunden. Ihm nicht zuzutrauen sich auch gewissenhaft und liebevoll um das Kind zu kümmern. Und manchmal ist es tatsächlich schwer, sich zurückzuhalten und den anderen machen zu lassen, wenn ich doch weiß, welcher Handgriff jetzt in diesem Moment genau der Richtige wäre.

Aber hey, was ist die  Alternative? Ein Partner, der sich zurückzieht und alle Entscheidungen das Kind betreffend dem anderen überlässt?? Oder ein Papa, der völlig aufgeschmissen ist, sobald er mit dem Kind allein ist? Nee, dann lieber einen Papa, der BabyBitte auch mal etwas höher in die Luft wirft, sie abends vor dem Schlafen gehen nochmal aufdreht, ihr vielleicht auch mal auf unkonventionelle Art und Weise Geschichten erzählt, aber einen, der sich einbringt, mitentscheidet, interessiert ist und mitwirken will..ein Papa, der Ansprechpartner ist, der präsent ist, sowohl für BabyBitte, wie auch für mich.

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5 Gedanken zu “Maternal Gatekeeping

  1. retoertchen schreibt:

    Die Liese ist nun gute zwei Jahre und bei uns ist es bis heute noch so, dass der Papa sie nicht so gut „lesen“ kann wie ich. Dabei verbringen sie sehr viel Zeit miteinander. Ich glaube es liegt nicht nur am Zeitfaktor sondern vielleicht auch am Gespür 😉

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  2. Ich finde deine Einstellung klasse und hoffe, irgendwann auch mal so reflektiert damit umzugehen. Weiter so! Ich glaube nur so kann ein Papa selbstbewusst und engagiert werden. Wir haben übrigens im Freundeskreis Papas in Elternzeit und da ist es tatsächlich so, dass die Väter dann das Kind besser lesen. Lg

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  3. Nessa schreibt:

    Definitiv! Ich finde es sehr wichtig für Kinder unterschiedlichen Umgang zu lernen. Und wenn man sich als Eltern als Team begreift, dann schadet auch ein kleiner Tipp am Rande nicht. Schlimm finde ich diese Übermütter, bei denen niemand etwas richtig machen kann…

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  4. Ich musste beim Lesen gerade so derbst lachen … bei uns ist das genau das Gleiche und mein Mann wurde schon richtige böse deshalb, weil er sich durch mein Bevormunden als minderwertiger Papa vorgekommen ist. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen ihm zu sagen: Wenn du Hilfe willst, dann frag mich. Ansonsten versuche ich wegzuschauen, wenn er wieder etwas macht, wo ich mir denke: Oh Gott … so wird das aber nix :p Lg Tally

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