Kennenlernzeit

Die Zeit mit BabyBitte hat sich jetzt mit ein bisschen zeitlichem Abstand wirklich verändert. Als ich sie die ersten Tage auf dem Arm hielt, spürte ich von Anfang an große Zuneigung und ganz viel Kuschelgefühl. Ich habe meine Wangen an ihren Kopf gelegt, wenn sie bei mir auf der Brust lag, habe sie gestreichelt und viel gehalten. Aber es gab immer noch einen gewissen Abstand, den ich gewahrt habe. Ich bin im Umgang mit Kindern und Babys was Knutschreien angeht sehr zurückhaltend. Ich empfinde es schnell als übergriffig, wenn man kleine Kinder oder Babys, die nicht die eigenen sind, einfach so küsst. Erst nach ein paar Tagen habe ich mich gewagt, sie auf den Kopf zu küssen. Von Tag zu Tag merkte ich, wie intensiv die Gefühle zu ihr wurden. Noch während BabyBitte im Krankenhaus lag, war dann für HerrnBitte und mich emotional klar: Das ist unser Baby. Wir würden für sie Alles tun und sie mit Allem, was wir haben beschützen!

Heute kann ich gar nicht genug von ihr bekommen. Ich knutsche sie jede freie Sekunde auf ihre wundervollen Pausbäckchen und knuddel und drücke sie. Ich wette, wenn sie könnte, würde sie manchmal die Augen verdrehen von der ganzen Knutscherei. Täglich habe ich das Gefühl, dass die Liebe zu ihr nicht intensiver werden kann, um dann am nächsten Tag festzustellen, dass wir uns doch wieder ein Stückchen näher kennengelernt haben und die Gefühle größer geworden sind. HerrnBitte geht es ganz ähnlich. „Schau mal, wie sie Dich anschaut!“, „Wie süß sie ist!“, „Sie hat genießt, wie knuffig!“ Jeden Tag schauen wir uns dieses Wunderwesen an und freuen uns darüber, dass wir so ein tolles Mädchen anvertraut bekommen haben. Wenn wir uns noch vor ein paar Monaten heute sprechen gehört hätten, hätten wir uns vermutlich für völlig Banane gehalten. Aber ich glaube, so ist das als Eltern, oder? Wir sind es wirklich!!!

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21 Gedanken zu “Kennenlernzeit

  1. War bei uns auch so. Schon nach dem erstem Treffen hatten wir das Gefühl „das ist unser Baby, unser Sohn.“
    Und das es nicht richtig ist das er nicht gleich bei uns ist ….

    Und wenn es heute mal schwierig ist erinnere ich mich bewusst an diesen Moment .

    Schön das ihr so toll zusammen wächst !

    Gefällt 1 Person

  2. Ach wie schön!! Und es wird noch mehr und intensiver werden, dieses Gefühl: Das ist mein Kind, das mir anvertraut worden ist. Ganz gewiss. Faszinierend ist doch, wie schnell man auch als Adoptiveltern – obwohl man nicht das Kind unter seinem Herzen getragen hat – überzeugt ist, dass man das süßeste, wunderbarste und großartigste Kind auf Gottes Erden hat. Uns ging und geht das bis heute genauso. Und bis heute gehört es fast zum Tagesritual, dass mein Mann und ich uns kleine Geschichten abends erzählen, was unser Sohn oder Tochter heute wieder für tolle Dinge getan, gesagt oder wie auch immer vollbracht haben.

    Genieß die Zeit, wo Du BabyBitte so hemmungslos berühren, herzen, kuscheln kannst. Das geht so schnell vorbei. Meine Tochter war das am Anfang auch, aber jetzt wo sie größer ist, verdreht sie tatsächlich die Augen manchmal und sagt: „Oh Mama, lass mich….“ Dem folgen dann aber auch immer wieder die Augenblicke, wo sie mir einfach in die Arme läuft und ohne viel Erklärungen einfach einmal eine halbe Stunde auf meinem Schoß kuscheln muss. – Genießt diese Zeit mit BabyBitte! Liebe Grüße Charlotte

    Gefällt 2 Personen

  3. Ja das versteh ich total. Während der Zeit war meine Empfindung irgendwie ne andere…ich glaube, man verdrängt die Frist komplett…uuuund Vertrauen in das Jugendamt und eine gute Zusammenarbeit mit denen hat mir auch extrem die Sorge genommen…aber wie gesagt, ich schreib demnächst nochmal mehr darüber 😊

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