Freunde in der Krise

Alles in allem haben wir wirklich viel Glück mit unseren Freunden und unserer Familie. Wir können offen sprechen und bekommen viel Rückhalt und Unterstützung. Doch die ein oder anderen Exemplare gibt es dann doch, von denen, die sich zurückziehen und nicht aus ihrer Haut können…die sich nicht mehr melden, uns aus dem Weg gehen, nicht nachfragen, wie es uns geht…einfach weil sie die Antwort nicht ertragen können. Nicht jeder fühlt sich in der Lage den richtigen Ton zu treffen, empathisch zu sein, Trauer auch mal auszuhalten und stützend zur Seite zu stehen. Ich habe Verständnis dafür, dass man sich vielleicht unwohl fühlt, wenn man merkt, dass es uns nicht gut geht, insbesondere dann, wenn man selber gerade im Kinder- und Familienglück schwebt.

AAAAber (ihr wusstet, dass das noch kommt, oder?) kann ich diese Personen denn dann als Freunde bezeichnen? Sind es nicht genau auch solche Situationen, die eine Freundschaft ausmachen und formen? Und würde man nicht als Freund auch diese unangenehmen Situationen aushalten können? Vielleicht sehe ich diese Situationen auch zu kritisch und es gibt einfach Dinge, die von bestimmten Menschen nicht zu leisten sind, auch wenn sie uns noch so gern haben. Vielleicht gibt es auch Freundschaften, die nur auf unproblematischen Füßen stehen können? Vielleicht werden wir uns auch wieder annähern, wenn wir auch eine Familie haben.

Vielleicht! Vielleicht auch nicht!

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7 Gedanken zu “Freunde in der Krise

  1. Freunde sind da, egal was kommt. Bekannte kommen und gehen.

    Außerdem ist es doch egal, wie sie da sind und sei es nur um mal zuzuhören. Es verlangt doch keiner Taten und Worte, nur einfach mal da sein, das reicht.

    Somit sind Leute die gehen Bekannte, keine FREUNDE…

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    • Huhu liebe Believe,

      mmmh, ja, das stimmt schon irgendwie…aber ich tue mich schwer damit, denn die Dinge verändern sich ja auch alle immer wieder. Denn in der Regel haben wir uns wirklich mal sehr gut verstanden. Aber letztlich sind es ja auch „nur“ Begrifflichkeiten und wir werden sehen, was kommt…
      Beste Grüße, FrauBitte

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  2. Jein bzw. sowohl als auch – zumindest aus meiner Sicht 😉

    Es gibt eben Leute, die können es nicht / nur schwer ertragen wenn es Menschen, die ihnen am Herzen liegen, schlecht geht. Mitzuleiden und das Leid auszuhalten – manchmal kann man das Leid eben nicht ändern / mindern – ist nicht leicht.

    Deine Frage wiederum ist auch mehr als Verständlich. Grade in dieser Zeit braucht man Menschen dir für einen da sind. Die „einfach nur“ da sind.

    Schwierig zu beantworten. Als Unbeteiligter unmöglich.

    Vielleicht… Die Zeit wird es zeigen denke ich. Oder deine / eure Gefühle diese Freunde betreffend.

    Liebe Grüße

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  3. Der Kinderwunschweg hat auch mir gezeigt, wer von meinen Freunden was aus- und mithalten kann. Da gab es auf meiner Seite einiges an Überraschung, aber auch an Enttäuschung. Im Falle der Enttäuschung glaube ich allerdings: Sie meinen es nicht vorsätzlich böse. Oft steckt Verunsicherung etc. dahinter. Auf meinem Weg hat das „Von-mir-aus-Ansprechen“ geholfen. Was dann manchmal zu Tage kam!
    Es gibt allerdings auch Freundschaften, die zwar auch heute noch bestehen, denen aber meine Enttäuschung immer noch anhaftet, weil es einfach zu viel davon gab und nicht alles durch Gespräche ausgeräumt oder verstanden werden konnte. Ich habe mich von niemandem aus meinem Freundeskreis aktiv verabschiedet, doch meine KiWu-Krise hat meinen Blick auf meine Freunde und ihren Umgang mit mir schon verändert. Manche sind mir dadurch gefühlt näher geworden, andere fremder.

    Abzuwarten und auf dein Gefühl zu hören, finde ich eine gute Idee – und, wenn du die Zeit und Kraft und Muße hast: ansprechen, was dich stört.

    Ich fürchte, an dem alten Spruch, dass einem schwere Krisen die Tragfähigkeit einer Freundschaft vor Augen führen, ist durchaus etwas dran.

    Liebe Grüße, Kosmee

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    • Ja, verabschiedet haben wir uns auch nicht…ich finde Deine Sichtweise sehr gut und positiv, einige sind eben näher „gerutscht“ und andere ein Stück weiter weg…Wir sind mit Offenheit und „Initiative zeigen“ auch immer gut gefahren, aber manchmal hilft selbst das nicht:(
      Liebsten Gruß

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      • Stimmt. Manchmal hilft selbst das nicht. Leider. Dann kann man es nicht ändern, und muss das (vielleicht nur zeitweise?) Trennende aushalten. Traurig ist das. Meine Erfahrung ist auch, dass es Dinge im Leben gibt, die man wirklich erst am eigenen Leib hat erfahren müssen, um sie von Herzen nachfühlen zu können. Deswegen wünscht man natürlich niemandem den eigenen Schicksalsschlag, doch diese Sichtweise versöhnt mich (manchmal) mit denen, die mir in dieser Phase nicht so gut taten und tun.
        Das sind wirklich keine einfachen Erfahrungen, wenn man selbst schon so übel zu knabbern hat und dann in eine Schieflage geratende Freundschaften noch als Bonus oben drauf kommen. Ich wünsche dir, dass die Freunde, die dich halten und deine Gefühle mittragen, niemals ganz abhanden kommen!
        Liebe Grüße!

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