Verhütung?!?!

Wenn ich mir in den letzten sechs Jahren eines GESCHWOREN habe, dann, dass ich niiiee, niiiee wieder verhüten werde…und wenn ich ab jetzt ein Kind nach dem anderen bekommen sollte (die Wahrscheinlichkeit hierfür ist jedoch nicht allzu groß). Ich habe doch tatsächlich jahrelang die Pille genommen, um dann feststellen zu müssen, dass ich auch ohne Pille nicht schwanger werde. Was ist das denn bitteschön für ein Betrug?!?! Da hätte ich mir diese jahrelange Hormonpampe auch sparen können, tststs!

Nun ergeben sich jedoch Situationen für die ich diesen Herzensschwur nochmal überdenken muss. Und zwar haben uns die Jugendamtmitarbeiterinnen gebeten, genau eben dieses wieder zu tun, nämlich zu verhüten, sobald es zu einer Vermittlung kommt. Zu oft sei es schon vorgekommen, dass es dann unter der Vermittlung zu einer spontanen Schwangerschaft gekommen sei. Dies könne, gerade in der frühen Zeit der Anbahnung, zu Konflikten zwischen den einzelnen Familienmitgliedern führen…insbesondere, wenn noch keiner so richtig seinen Platz in der neuen Situation gefunden habe.

Nun stehn wir da, wie der Ochs vorm Berg…was tun?

Bleibt nur zu hoffen, dass wir im Falle einer Vermittlung erstmal auf die natürlichste Verhütungsmaßnahme der Welt zurückgreifen müssen, nämlich vor lauter kurzen Nächten, Schlafmangel, Fläschchen machen, Baby tragen und Eltern sein, gar keine Zeit für Zweisamkeit zu haben.

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4 Gedanken zu “Verhütung?!?!

  1. Hallo. Ich bin grad durch Zufall auf deinem Blog gelandet und kann gar nicht fassen, was ich da lese… Ich finde das eine unmögliche Anfrage. Es ist ein Eingriff in deine Privatsphäre. Ganz ehrlich: Das beste ist, knallhart zu lügen. Auch rechtlich sollte das mehr als in Ordnung sein! Nicht einmal der Arbeitgeber darf nach der Familienplanung fragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei so einem elementaren Recht dann ausgerechnet für das Jugendamt eine Extrawurst gebraten wird. Und noch ein weiteres: Ich habe neulich in einem Kiwu-Therapie/Gyn-Buch über diese angeblichen Spontanschwangerschaften nach Adoption gelesen. Es ist vollkommener Nonsens. Ehrlich. Es gibt sie nicht. Okay, fast nicht. Nein: fast gar nicht. Die Fälle sind dermaßen selten, es sind absolute Einzelfälle. Ich suche das Zitat und die Daten mit größtem Vergnügen für dich raus, denn ich ärgere mich sehr über solche falschen Mythen und die falschen Ängste und auch Hoffnungen, die aus so etwas entstehen. Im Moment fehlt mir die Zeit, alles durchzusuchen. Aber die Frau hat nach meiner Ansicht einfach Unrecht. Und natürlich verhüten, das geht ja auch ohne Pille. Wenn du mehr wissen willst, schreib mir einfach. Ansonsten wünsche ich dir alles Gute erst mal! Lass dich nicht irritieren. Vielleicht findest du ja auch selbst die Zeit, zu recherchieren. Ich würd ihnen das jetzt vielleicht nicht trotzig unter die Nase reiben, aber es ist ja wirklich ein Eingriff in deine Gesundheit. Wenn irgendwer das zu entscheiden hat, dann ein Arzt und nicht eine Büroangestellte.

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    • Liebe Pari, vielen Dank für Deine Wünsche:)
      Ich sehe die Bitte vom Jugendamt nicht ganz so kritisch, in erster Linie war es nämlich genau das: eine Bitte und keine Anordnung. Denn die könnte uns sowieso (genau wie Du schreibst) keiner geben, da wir zu diesem Thema natürlich ganz privat und alleine entscheiden. Die Mitarbeiter vom Jugendamt haben schon jahrelange Erfahrung und können, so glaub ich, ganz gut einschätzen, was für ein aufgenommenes Kind gut ist und was vielleicht zu schwierigen Situationen führen kann. Für mich macht es auch Sinn, dass wir uns in dieser sensiblen Phase der Anbahnung und Vermittlung voll und ganz dem kleinen Menschen widmen, den wir aufgenommen haben und nicht zusätzlich noch einer Schwangerschaft. Die Signale vom Jugendamt waren jedoch auch stetig: Falls es doch passieren sollte, dann ist es eine schwierige Situation, die eben nochmal besondere Sensibilität erfordert…also ohne Druck und Verboten.
      Wo ich Dir voll und ganz zustimme: An diesen Mythos der eintretenden Schwangerschaft nach Adoption kann ich auch nicht so recht glauben. Obwohl man den an jeder Ecke auf die Nase gebunden bekommt!;)
      Liebe Grüße!

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      • Ich geb zu, ich bin da sehr kritisch. Ob man so leicht zusammenfassen kann, „was für ein Kind gut ist“, das weiß ich nicht. (Küchenpsychologie heute und der Stern dürfen sich an meiner statt gern um die generalisierte Wahrheit dazu kloppen 😉 …) Es gibt ja mittlerweile sogar Klinikabteilungen, die auf die Therapie von Adoptivkindern (in Mutter-Kind-Behandlung) ausgerichtet sind. Ein schwieriges Thema mit vielen Meinungsbildern… Aber das Jugendamt hat jetzt in den letzten Jahren auch ganz allgemein nicht durch die Betreuung /irgendwelcher/ Familien geglänzt. Ich möchte dir natürlich nicht reinreden (es geht mich schließlich genauso wenig an). Aber ich finde, dass gerade bei diesem Thema häufig von allen Seiten zugeredet und diskutiert wird, und das eine Verunsicherung erzeugen kann, die nicht sein müsste. Ich meine, du schreibst, wie dich das zum Grübeln bringt, es beschäftigt dich offensichtlich. Und ich fände es schade, wenn in dem Zusammenhang die Frage wie eine gestellt würde, die man mit Ja/Nein (aka richtig/falsch) beantworten soll…

        Ich denke auch, dass es für ein Kind gut ist, bis zu 3 Jahren die kleine Familie ganz für sich zu haben. Aber es wäre auch kein „Fehler“, wenn nicht, oder? Ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Kraft für diese Zeit… sicher haste eine ganze Reise hinter dir, bis du hierhin gekommen bist. Ich will gar nicht dran denken, wie’s ist, vor Fremden das Leben auszubreiten und zurechtsortieren zu müssen… Liebe Grüße auch!

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  2. Ja, Du hast recht, ich denke auch, dass es wichtig ist zu hinterfragen und kritisch zu sein. Wir haben bei „unserem“ Jugendamt alles in allem ein sehr gutes Gefühl und haben Vertrauen in ihre Erfahrungen und Kenntnisse…ich glaube, sonst könnten wir den Weg auch nicht gehen.
    Klar beschäftigt mich das Thema und ich überlege und reflektiere und mache mir Gedanken, ob sich das für mich richtig anfühlt und tragbar ist. Unterm Strich denke ich aber, dass es bei einer Adoption eben nicht in erster Linie um die Bedürfnisse der Adoptiveltern geht, sondern um die Bedürfnisse des Adoptivkindes und wenn wir diesem Kind einen leichteren Einstieg in unsere Familie bereiten können, in dem wir eben für die Zeit der Anbahnung verhüten, dann kann ich das mit gutem Gefühl vertreten…vielleicht ist das in meinem Post nicht ganz so deutlich rüber gekommen;)
    Ich habe auch mal auf Deinem Blog reingeschaut…drücke feste Daumen, dass es bei Euch klappt…die Statistik spricht für Euch:)
    GLG, FrauBitte

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