Wenn ich fliege…

Bereits in dem ein oder anderen Post habe ich über mein schwieriges Verhältnis zum Fliegen berichtet. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen weiß ich, wenn etwas schief geht, dann endet das nicht im Straßengraben und zum anderen fühle ich mich in nem Flugzeug komplett ausgeliefert. Ein Paradebeispiel meiner Flugangst begab sich auf einem Flug nach Prag… eine Woche Urlaub mit den SchulMädels. Mit dem Einsteigen in den Flieger beginnt in der Regel das ungute Gefühl…alles ist eng und gequetscht… und dann kommt der Moment in dem die Türen zu gehen…“Sooo, JETZT kommst Du hier nicht mehr raus.“. Dann Richtung Startbahn, beschleunigen und abheben. Zu diesem Zeitpunkt ist mein Körper maximalst angespannt und ich bin nur noch froh, wenn es endlich vorbei ist. Ich gehöre auch zu der Kategorie Mensch, die es unheimlich beruhigt von einem erfahrenen, älteren (nicht zu alten!!!) Piloten (in meiner Vorstellung mit weißem Bart) und einer tiefen Stimme vorne aus dem Cockpit begrüßt zu werden…ich weiß das ist nicht gender-gerecht…trotzdem!! Sehr vertrauenserweckend ist für mich hier auch ein britischer oder niederländischer Akzent. Auf diesem besagten Flug hatten wir nun die gewünschte Flughöhe erreicht und es war zunächst dann auch alles recht gut aushaltbar. Die netten Stewards und Stewardessen teilten Getränke aus und es gab für jeden Fluggast ein kleines Schokolädchen, aawww!! „Hey, das heb ich mir für später auf.“

Dann kam dieses Unwetter oder was auch immer es war…in jedem Falle führte es zu Turbulenzen und DAS kann ich gar nicht handhaben. Die Hände schweißnass, sekündlich prüfende und angstvolle Blicke Richtung Stewardess (wenn die nicht mehr entspannt aussehen, dann ist Holland in Not!!) und wie’s der Himmel so wollte, vergaß ich die Schokolade…ist ja erstmal nicht so schlimm, werdet ihr denken…

Nun gut, wir landen dann tatsächlich sicher und bei bester Gesundheit und ich erhebe mich von meinem Sitz, um das Höllengefährt zu verlassen, als meine Freundin neben mir in tosendes Gelächter ausbricht…was hat sie?! Durch mein Aufstehen gab ich den Blick auf einen dicken fetten braunen Schokofleck an meinem Hintern frei (ich trug zu allem Übel eine luftig leichte hellbeige Leinenhose)…da war mir doch vor lauter Schiss, das Schokolädchen im Sitzen zwischen die Beine unter den Po gerutscht und hat sich in meiner Angsthitze aufgelöst. Zumindest die Stewardessen haben meine Flugangst während der vergangenen Stunde bemerkt und haben beim Anblick des braunen Flecks ganz sicher nicht an die Schokoladentafel gedacht. Höllenpeinlich!

Gerettet hat mich dann eine provisorisch umgebundene Jeansjacke…voll 90er, aber hey, das war definitiv das kleinere Übel!!

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