Haute Cuisine bei Bittes

Am Freitag waren HerrBitte und ich beim Kochkurs…das war das Weihnachtsgeschenk von HerrnBitte. Ihr habt vielleicht schon gelesen, dass Kochen nicht so richtig zu meinen Lieblingstätigkeiten zählt, insbesondere nicht, wenn man mit Heißhunger von der Arbeit kommt und dann schnell irgendwas Essbares zu Stande bekommen muss. Als Event mit viel Zeit und wenig Hunger allerdings, macht mir auch Kochen Spaß. Ein bisschen Kopfzerbrechen bereiteten mir nur noch unsere „Dickköpfe“. Wenn HerrBitte und ich zusammen in der Küche stehen und kochen, brauchen wir klare Absprachen. Einer ist der Zuarbeiter und der andere der Bestimmer. Wenn wir das nicht so machen, endet das meist in einer mittelschweren Ehekrise, weil wir beide Chefkoch spielen wollen. Und dieses Szenario in der Öffentlichkeit wollte ich nicht nur uns, sondern auch allen anderen ersparen! Grundsätzlich habe ich mich aber natürlich total auf gemeinsame, produktive Paarzeit gefreut.

Als wir dort in der Kochschule ankamen und ich das Prinzip des Abends verstanden hatte, war ich erstmal ziemlich enttäuscht. Das Menü wurde von allen Kursteilnehmern gleichzeitig zubereitet, das bedeutet, einer hat das Fleisch geschnitten, der nächste hat sich um den Nachtisch gekümmert und wieder andere haben die Vorspeisen vorbereitet. Dadurch haben wir zum Beispiel viele Schritte der Menüzubereitung gar nicht mitbekommen. Zudem erforderte das Konzept eine gewisse Eigeninitiative, so dass wir uns nach getaner Arbeit neue Arbeit suchen mussten.

Ich hatte vor einigen Jahren schon mal einen Kochkurs mit Freundinnen gemacht. Dort hatte jeweils eine Vierergruppe einen Kochplatz und hat alle Zubereitungsschritte mitgemacht, so dass man am Ende des Abends ein komplettes Menü gekocht hat und nicht nur einzelne Teilschritte.

Nach kurzem Beschnuppern der anderen Kursteilnehmer und dem ein oder anderen Gläschen Wein fiel mir dann aber auch die Eigeninitiative etwas leichter und wir konnten uns ausprobieren. HerrBitte war für das Fleischschneiden zuständig…das war nicht für alle Kursteilnehmer leicht zu ertragen. Es sammelte sich in kurzer Zeit eine Traube männlicher Kursteilnehmer, um zu schauen, ob das auch alles so richtig läuft („Sollte man das nicht lieber so…“, „Halt das Messer doch besser so…“, „Mein Vater war Metzger…“)…und eigentlich wollten sie doch alle nur sagen „Ich will auch Fleisch schneiden, lass mich auch mal.“. Fleisch hat irgendwie auf Männer eine besondere Anziehungskraft…weiß der Kuckuck woher das kommt. Ich für meinen Teil war froh, dass ich das Gemüse schnippeln konnte. Später haben wir uns gemeinsam an der Nudelmaschine ausprobiert. Durch unser fehlendes Talent haben wir nur leider fast dafür gesorgt, dass „selbstgemachte Tagliatelle“ von der Karte gestrichen werden musste…der Koch hat den Nudelteig dann gerettet…puh!

Am Ende haben wir dann alle zusammen ein köstliches Vier-Gänge-Menü zusammengestellt. Wir haben sehr lecker und ausgiebig gegessen, uns gut unterhalten, den ein oder anderen Kochtipp und neue Rezeptideen mitgenommen und hatten alles in allem einen tollen Abend von dem wir gut gelaunt nach Hause kugeln konnten.

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